Dienstag, 20. Dezember 2011

Nachruf: SWG.

SWG war mein erstes richtiges MMO. Kennengelernt habe ich es in einer schwierigen Phase, kurz nach dem Combat Upgrade. Trotzdem, das Spiel war meiner Ansicht nach fast perfekt, was fehlte waren sinnvolle Quests und Feinheiten und auch ein Endgame gab es irgendwie nicht.

Es gibt hier zwei Sonnen und keine Weiber...
Dann, nur wenige Monate nachdem ich angfangen hatte zu spielen, wurde das wohl interessanteste Level- und Skillsystem in MMOs über Nacht entfernt. Ersetzt wurde es durch ein absolut lächerliches Talentsystem, welches erst nach etwa 2 Jahren wieder den Stand einer Releaseversion hatte, dafür hatte man viel Aufwand in neue Quests gesteckt.

It's a trap!
Das Spiel war aber immer noch beliebt, und es zog viele Star Wars fans an. Doch andererseits merkte man schnell, dass SWG anderen Titeln hinterherhinkte. Zu den guten Charakteristika gehörten aber immer noch ein Housing system, ein Crafting- und Handelssystem und eine allgemein flüssige Spielmechanik, die dem Spiel eine Art von Einzigartigkeit bescherte.

Einrichtungskrams.
Welches andere Spiel bietet schon die Möglichkeit stundenlang in Spielershops nach neuen Klamotten, Waffen oder Einrichtungsgegenständen zu suchen? Oder Stundelang das eigene Haus einzurichten? Oder während der Bewegung seine Skills anzuwenden? Oder einfach nur über die Planeten zu streifen, um unbekannte Orte zu entdecken? Durch diese Vorzüge war SWG ein sehr dynamisches Spiel.

I'm sexy and i know it.
Natürlich war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber die guten Erinnerungen überwiegen die schlechten. SWG ging am 15.12.2011 in dem MMO Himmel, und wird es dort sicher gut haben. Denkt daran - solange ihr an SWG denkt ist es nicht gänzlich verschwunden.
Also, Peace, SWG.
Rancor sagt: Peace, Alter!

Mittwoch, 30. November 2011

Nachtrag: SWTOR

Was mir noch einfiel...
Das GUI finde ich bei SWTOR nicht so gut gelungen, ob es daran liegt, dass es noch die Beta ist, kP. Allerdings kann man keine der Fenster verschieben, einzig das Chatfenster kann man in der Größe verändern. Ich finds nicht so toll.

Ich hatte einmal das Problem, dass ich zwei Fenster offen hatte, beide grad wichtig, und im Inventar was löschen musste, ging aber nicht, da nix verscheibbar war. Da muss sich noch was tun. Ach ja, und scheinbar kann man nur eine Toolbar Leiste per Shortcut ansprechen, was auch ein bisschen ärgerlich ist (kann aber auch sein, dass ich zu blind bin und die Option dafür nicht gefunden hab).

Dienstag, 29. November 2011

*Beta* Star Wars: The Old Republic *Beta*

Also, endlich ist es da, Star Wars: The Old Republic (SWTOR) zwar erstmal nur in der Beta, aber ich war dabei. Knappe zwei Tage konnte ich das Spiel jetzt testen und ich muss sagen, es ist schon ne richtig coole Sau geworden. Leider darf ich laut Vereinbarung keine Screenshots zeigen und scheinbar auch nicht zu sehr ins Detail gehen, möchte aber trotzdem gerne ein paar Eindrücke präsentieren.

Der Zeitraum der Beta war etwas begrenzt, weshalb ich letztlich nicht sehr viel vom Spiel gesehen habe. Mein Trooper ist Level 12, hat seinen ersten "Companion Character" erhalten, den Anfang von der Klassen-story durchlebt, seine "Advanced Class" freigeschaltet und die erste Gruppeninstanz, genannt "Eselle Flashpoint", gespielt. 

Das leveln an sich geht relativ gut von der Hand, man muss zwar hier und da etwas weiter laufen, aber das ist für ein MMO ganz normal. Man wird im Startergebiet auch nicht mit Quests überschüttet, was das ganze etwas gemächlicher macht, auch ist das Startergebiet nicht übermäßig gross. So hat man mehr Zeit sich auf die Grafik und Geschichte zu Konzentrieren. Die zwar nicht immer "großes Kino" ist, aber immer die Spielwelt transportiert.

Wie bereits erwähnt (oder sogar bekannt) sind alle NPC Gespräche in SWTOR vertont. Dort gibt es von Zeit zu Zeit aber Bioware-typische Probleme. Z.B. ist der eigene Charackter in den Dialogen unsichtbar oder die Texturen des NPC laden zu langsam nach. Die Vertonung ist, wie bei Bioware gewohnt, auf akzeptablem bis sehr gutem Niveau. Nur ab und zu ist das "Voice Acting" etwas gewöhnungsbedürftig. Nettes Detail: scheinbar wurden viele Sprecher aus Mass Effect übernommen, was manchmal für einen schönen Wiedererkennungswert sorgt. Was mir auch noch aufgefallen ist, ist dass die Hintergrundgeräusche und -Musik manchmal sehr an die Mass Effect Reihe errinnern, daher nehme ich das als von Bioware so gewollt an.

Die Geschichte vom Trooper, also seine "Character Story", ist etwas vorhersehbar, wird aber durch ein paar Wendungen aufgelockert. Während diesen und allen anderen Quests kann man dazu auch noch "Dark- oder Lightside Points" verdienen, welche einem später ermöglichen, besondere Asurüstung zu tragen. Die Entscheidungen, die man dazu trifft, wirken sich aber nie auf ein größeres Umfeld als seinen eigenen Charakter und nahe NPCs aus, dadurch verlieren die Entscheidungen etwas an Gewicht. Aber immerhin handelt es sich ja um ein MMO, da wäre es unmöglich das ganze Spiel auf den individuellen Spieler abzustimmen.

Der Companion Character ist eine nette Idee und funktioniert recht gut. Durch den NPC bekommt jede Klasse Unterstützung im Kampf, genau wie bei Pet-Klassen in anderen MMOs. Man kann den NPC auch losschicken, Aufträge für einen zu erledigen oder unbrauchbares Loot zu verkaufen, so spart man sich ein paar Laufwege. Der NPC übernimmt in Instanzen auch die Plätze, die nicht von Spielern gefüllt werden und gibt in Dialogen gerne mal direktes Feedback zu den Entscheidungen.

Die Advanced Class birgt kaum Überraschungen. Man kann seine Grundklasse in zwei verschieden Richtungen ausbauen, wobei die eine immer relativ defensiv und die andere offensiv erscheint. Das System sieht solide aus, aber wurde so ähnlich schon in anderen MMOs gesichtet. Zur Charackterentwicklung selbst: Die Optionen bei Charactergenerierungen sind etwas mau, das hat man schon besser gesehen, ausserdem wirken die Charaktere etwas überzeichnet. Während meiner Spielzeit konnte ich meine Charakter auch nicht individuell gestalten, so lief mir ständig mein Ebenbild über den Weg. "Attack of the Clones" eben. Wann oder wie man seinen Charakter wirklich personalisieren kann, wird abzuwarten sein. Da ich einen Trooper gespielt habe, läuft es sowieso auf weisse Rüstung mit Helm und Blaster hinaus, ich würde garnichts anderes wollen. Items können an bestimmten Punkten im Spiel dann mit Modifikationen versehen werden, ähnlich einem Sockelsystem wie in Diablo, so kann man sich dann die Wunschstats auf seine Rüstung oder Waffe packen.

Die erste Instanz war der H A M M E R! Von der Struktur und der Erzählung her, habe ich noch nie etwas besseres in MMOs gesehen. Man bekommt ab Level 10 schon ein episches Abenteuer geboten, dass einen voll in die Welt eintauchen lässt.

Natürlich gibt es auch ein paar negative Punkte über das Spiel zu berichten. So ist, wie gesagt, die Charaktererschaffung nicht ganz so umfangreich und die Charaktere sehen eher wie Comichelden aus. Die Vertonung hat manchmal vom Niveau her drastische Abbrüche nach unten. Und ich fand das Item design für die Waffen vom Trooper etwas gewöhnungsbedürftig. Es wird einem auch kein revolutionärer neues MMO geboten. Trotzdem, das Spiel macht spass und sieht sonst fantastisch aus. Bin hin und her gerissen, was ich jetzt tue.

Bis dahin, geht auf die offizielle Seite: Star Wars The Old Republic
oder, wenn man sich die Klassen und Items im Detail anschauen möchte, auf: TORhead

Dienstag, 8. November 2011

Schlechte Spiel Idee

Als passionierter Spieler hat man irgendwann einmal sicherlich die Idee für ein neues Spiel, man spielt etwas und denkt sich, das kann ich besser. Manchmal sollte man diese Ideen aber einfach nur Ideen sein...
Hier dachte sich wohl jemand:
"Hey, kennt noch jemand Golden Axe?"
"Das war super!"
"Machen wir ein Neues, und nennen es 'Age of Barbarian', dann reiten wir auf der Conan Welle."
"Es müssen T***en zu sehen sein, sonst kauft es keiner!"
"Genau!"
"Und SloMo Killcam mit ordentlich Blut!"
"Richtig!"
Es gibt einfach zuviele, zu schlechte Spiele da draussen, und jetzt eins mehr. Die Entwickler scheinen ein Faible für alte Spiele zu haben: Crian Soft


Mittwoch, 3. August 2011

Google+

Bin jetzt bei Google+

Da mein Blog dort eingebunden ist, musste ich einfach mal wieder was schreiben.

F2P oder kostnix MMO

long time no write.....
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxis.


Vor gefühlt 2 millionen Jahren, habe ich einen Beitrag zu meiner suche nach einem netten MMO verfasst. Damals kam ich zu dem Schluß, dass mir Fantasy MMOs nicht liegen - oh wie habe ich mich geirrt! Ich habe in der Zeit seit dem letzten Beitrag zwei "major" MMOs gespielt und bin bei einem geblieben.

Runes of Magic.
Den Anfang machte Runes of Magic, ein Spiel welches visuell in die World of Warcraft Kerbe schlägt. Nette quests, schöne Gebiete, interessante Klassen, ein rundum gelungenes MMO also? Fast. Die Geschichte ist gut verpackt in die Quests, welche einen von Gebiet zu Gebiet geleiten. Das bedeutet, wir sprechen hier über ein sogenanntes Themepark MMO. Man wird also wie auf einer (Quest)schiene durch die Gebiete geschleust. Was nicht bedeutet, dass man nichts ausser den Quests zu sehen bekommt, denn dafür sorgen die Stimmigen Gebiete.
Die Gebiete sind sehr abwechslungsreich, allerdings hatte ich von Zeit zu Zeit das Gefühl, dass sie nicht mit der Story harmonieren. Die ist nämlich ziemlich dystopisch, die Gebiete hingegen knallbunt, was sicher der Anlehnung an den WoW Stil anzukreiden ist.
Die Charakterentwicklung ist ziemlich interessant. Man levelt nicht nur eine Klasse sondern zwei. Je nach kombination ergeben sich dann auch andere Skills. Z.B. spielte ich einen Jäger, long range DD, kombiniert mit einem Priester, Heiler. Kombiniert gab das einen long range DoT zu HoT verteilenden DD, der in beiden Disziplinen ganz OK war. Auf jeden Fall machte es Spass den Charakter zu spielen und das ist die Hauptsache. Die Community war sehr nett und eigentlich auch sehr hilfsbereit, leider nicht wenn es um essentielle Dinge ging. So kann man nur die besonderen Kombinationsskills der zwei Klassen freischalten, wenn man Inis grindet, was ich ja nur mäßig spannend finde. Schon für meinen zweiten Skill fanden sich wochenlang keine Mitstreiter und so bekam ich ihn dann auch nie.
Das Microtransactionsystem war dann auch nicht das gelbe vom Ei. Zwar kann man wirklich alles vom Spiel sehen ohne je einen Cent auszugeben, allerdings kosten schon Mounts Geld. Genauso wie gecraftete Waffen, man kann zwar auch so craften, die Dinge die dabei rauskommen sind aber nur minder Gut nutzbar. Irgendwann ging mir dann die Story auf den Keks und auch der Grafikstil ödete mich irgendwann an. Und so endete mein Ausflug in die Welt von RoM im mittleren Level.
Runes of Magic: clicky

Der Herr der Ringe Online.
Das nächste MMO probierte ich dann auch erst Monate später aus. Davor hatte ich in einem Anflug von Lesezwang den Hobbit, den Herr der Ringe, das Silmarilion und andere Mittelerdesachen gelesen. Ich war von der ganzen Thematik so angefixt, dass ich, als ich mitbekam, dass Herr der Ringe Online als F2P angekündigt wurde nicht mal mit der Wimper zuckte und es runterlud. Meine 14 Tage Testversion endete genau an dem Tag als es F2P wurde und seitdem habe ich nie zurückgeschaut. Die Gebiete, die Quests, die Geschichte, die Charaktere, einfach alles ist Mittelerde. Angelehnt an die Bücher und nicht den Film, bietet HDRO genug Stoff für den Spieler. Ich spiele eine Kundigen, was ein Debuffer, mit minimalen DD Fähigkeit ist. Angelehnt an solch große Figuren wie Radagast der Braune oder Gandalf der Graue gibt mir mein Charakter das Gefühl ein Teil von Mittelerde zu sein.
Das Questsystem ist nett gestaltet, es gibt viele verschiedene Inis, welche je nach Schwierigkeitsgrad oder größe der Gruppe skalieren, die Grafik ist stimmig und vermittelt eine tolle Atmosphäre. Die Charakterentwicklung ist sehr gradlinig, alle zwei Stufen schaltet man neue Skills frei, die dann beim nächsten Levelsnstieg eigenständig mächtiger werden. Bereits früh im Spiel sammelt man sogenannte Taten, die einem nach Abschluss Eigenschaften freigeben. Z.B. 500x Skill Stabschlag benutzen gibt dem Kundigen eine Eigenschaft seinen Stabschlag signifikant zu verbessern. Später im Verlauf gibt es auch Legendäre Skills. So bekommt man für das Sammeln von 8 Items, von Gandalf den Skill sowohl Stab als auch Schwert einzusetzen. Ab dem Augenblick hatte ich das Gefühl es eigenhändig mit einem Balrog aufnehmen zu können ("Du! kannst nicht! vorbei!). Ich liebe es.
Ab Level 50 bekommt man dann legendäre Gegenstände, was alles sein kann, Schwert, Stab, usw. Diese Items, sofern angelegt, sammeln dann auch Erfahrung und können gesteigert werden und mit eigenen Fertigkeiten personalisiert werden.
Negativ ist einzig der Shop, denn neuen Spielern stehen zu Anfang nur vier Gebiete von zwölf zur Verfügung, den Rest muss man kaufen. Man bekommt zwar für jede erledigte Tat zwischen 5 und 20 Shop Punkte, nur können die auf Dauer sehr zeitintensiv sein, und Gebiete kosten meist um 500-800 Punkte! Aufgrund der Gebiete kann man dann auch nur problemlos bis Level 30 spielen, danach wird es dann etwas zäh. Ich umging das damit, dass ich einen Monat das spiel abonierte, was einem 500 Shop Punkte bringt und einige andere kleinere Dinge freischaltet, für die man sonst sowieso Geld zahlen müsste (wie z.B. alle Inventarfelder), darüber hinaus hat man dann in dem gezahlten Monat zugriff auf fast alle Gebiete, ausser denen des Moria und Düsterwald Addons.
Ich bin froh das Spiel ausprobiert zu haben, und fühle mich dort so wohl, dass ich nicht wirklich willens bin z.B. Star Wars: The Old Republic zu kaufen. ich habe eine nette Gilde (Sippe) und noch mindestens ein Jahr, wenn nicht mehr, an Content. Demnächst kommt auch eine neues Addon, in dem man dann weiter südlich bis Isengard und Rohan vordringen kann - Ich freue mich, dann ist es auch bis Mordor und Gondor nicht mehr weit.
Herr der Ringe Online: clicky

Ich sehe euch in Mittelerde oder im RL.