So etwas habe ich noch nie Erlebt, nicht einmal mit dem Soundtrack von Star Wars.
Die Musik von Mass Effect spult im Kopf einen grandiosen Film ab, der "schöner als das echte Leben" (frei nach Wolf) anmutet. Höre ich "I'm Sorry" von Cris Velasco und Sascha Dikiciyan, höre ich in meinem Kopf Tali bitterlich weinen, dass es mir das Herz zerreißt. Bei "The Fleet Arrives" von Sam Hulick muss ich unweigerlich an "Requiem for a Dream" und dessen Spin-Off "Requiem for a Tower" denken und bekomme Gänsehaut, eingedenk der schieren Masse an Raumschiffen, die ins Sol System springen. Bei einem weiteren Stück von Sam Hulick, "I Was Lost Without You", verspühre ich eine stärkere zuneigung zu den Spiele Charakteren als zu manch einem echten Menschen.
Krankhaft?
Mitnichten!
Dies ist ein Indiz für überdurschnittlich Gutes Charakter Design und Storytelling. Meiner Meinung nach alles richtig gemacht.
In manch anderen Stücken fühle ich mich in die Klangwelten von Vangelis und dadurch Blade Runner versetzt. Oder Kraftwerk. Oder Daft Punk. Die Musik ist so vielfälltig, dass mannigfalltige Assoziationen abgerufen werden. "Aralakh Company" hätte so auch von Ennio Morricone stammen können. Die Musik in zusammenhang mit der Story des Spiels ist ein Hort von Intertextualität ("Das, was ich Text nenne, ist alles, ist praktisch alles." -Derrida) und beweist, dass man sich bei AAA Spielen heutzutage wohl doch noch Gedanken über kulturelle Signifikanz macht. Das Gehirn wird mit Eindrücken überladen, die man nie in ihrer Gesamtheit fassen könnte, und so hat dann wohl jeder sein Spieleerlebniss, "Magic Moment". Spiele sind ganz großes Kino.
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