Montag, 20. August 2012

Das ist nicht alt, das ist Retro...

Der C64 feiert 30-jähriges Jubiläum.
Pixelgrafik ist das Erkennungszeichen einer ganzen Game-Nische.
Durch IOS und Android sind wieder kleine Entwicklerteams, wie in den 80ern gefragt.
Kurz, Retro ist wieder schick.

This Precious Land
Künstler haben schon seit Längerem Pixel-Art als Ausdrucksform entdeckt. Zwar werden Spiele immer hochauflösender dargestellt, doch gegen den Charme eines handgezeichneten Indie-Projektes, muten AAA-Titel meist wie Michael Bay Filme an. Da ist es dann auch unerheblich, dass die Mechanik des Spiels vielleicht sehr einfach ist, denn so waren die Spiele Anno dazumal.

Reprisal Universe
Wer gute Erinnerungen an Populus hat, dem kann ich Reprisal Universe sehr ans Herz legen. Ein kurzweiliges Spiel, welches durch den "Wuselfaktor" sehr viel Spass macht und einem sehr coolen Soundtrack hat. Wer es andererseits liebt zu Puzzeln, der könnte This Precious Land faszinierend finden. Das Austüfteln von Kombinationen und die Erfolgserlebnisse, lassen einen immer weiter und weiter Spielen, und das obwohl es eigentlich garkein richtiges Spielziel gibt.

A Nation of Wind
Wer es etwas komplexer mag, als die beiden oben genannten Titel, der könnte mit A Nation of Wind glücklich werden. Ein bisschen Anno, ein bisschen Pirates und ein bisschen Shoot'em Up, das ist die Mischung aus der dieses Spiel besteht. Man fliegt mit seinem Luftschiff, schiesst Gegner ab und muss nebenbei auch noch schwebende Inseln kolonisieren um Ressourcen zu bekommen. Sehr, sehr witzig.

Ach ja, keines dieser Spiele ist alt, sondern Retro.

Donnerstag, 26. April 2012

Mass Effect - Ganz Große(s) Kino (Musik)

So etwas habe ich noch nie Erlebt, nicht einmal mit dem Soundtrack von Star Wars.

Die Musik von Mass Effect spult im Kopf einen grandiosen Film ab, der "schöner als das echte Leben" (frei nach Wolf) anmutet. Höre ich "I'm Sorry" von Cris Velasco und Sascha Dikiciyan, höre ich in meinem Kopf Tali bitterlich weinen, dass es mir das Herz zerreißt. Bei "The Fleet Arrives" von Sam Hulick muss ich unweigerlich an "Requiem for a Dream" und dessen Spin-Off  "Requiem for a Tower" denken und bekomme Gänsehaut, eingedenk der schieren Masse an Raumschiffen, die ins Sol System springen. Bei einem weiteren Stück von Sam Hulick, "I Was Lost Without You", verspühre ich eine stärkere zuneigung zu den Spiele Charakteren als zu manch einem echten Menschen.
Krankhaft?
Mitnichten!
Dies ist ein Indiz für überdurschnittlich Gutes Charakter Design und Storytelling. Meiner Meinung nach alles richtig gemacht.

In manch anderen Stücken fühle ich mich in die Klangwelten von Vangelis und dadurch Blade Runner versetzt. Oder Kraftwerk. Oder Daft Punk. Die Musik ist so vielfälltig, dass mannigfalltige Assoziationen abgerufen werden. "Aralakh Company" hätte so auch von Ennio Morricone stammen können. Die Musik in zusammenhang mit der Story des Spiels ist ein Hort von Intertextualität ("Das, was ich Text nenne, ist alles, ist praktisch alles." -Derrida) und beweist, dass man sich bei AAA Spielen heutzutage wohl doch noch Gedanken über kulturelle Signifikanz macht. Das Gehirn wird mit Eindrücken überladen, die man nie in ihrer Gesamtheit fassen könnte, und so hat dann wohl jeder sein Spieleerlebniss, "Magic Moment". Spiele sind ganz großes Kino.

Dienstag, 24. April 2012

Mass Effect - Schwere Entscheidungen.

Ein weiteres Häckchen kann auf der "durchgespielt Liste" gesetzt werden: Mass Effect 3. War es ein Gutes Spiel? Ja, verdammt! Ist das Ende so schlecht, wie häufig in den Weiten des Internetz kritisiert? Nein!
Aber...
Das Ende hinterlässt bei mir ein sehr merkwürdiges Gefühl, welches ich schon das erste mal hatte, als ich die Design Entscheidung der "Rannoch" Mission hinterfragen musste.

Alle Spielstunden davor, hatte ich nicht das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich war noch immer Commander Shepard, der Retter der Galaxis, Supersoldat, etc. und ein jeder hörte auf mich. Aber in der letzten Mission auf Rannoch musste ich mich nun entscheiden ob ein ganzes Volk leben oder sterben soll. Es gab keine Intervention Option, keine glückliche Wendung... Und ich musste die gesammte ****** Mission nochmal spielen, nur um mein Gewissen zu beruhigen. Aber auch dieses Ende führte meinerseits zu keiner Befriedigung. Seis drum, ist dann halt so, dachte ich mir. Weiter im Text!

Aber warum wartet Mass Effect denn bitteschön erst über die Hälfte der Spielzeit ab, bis ich das Gefühl bekomme, dass der ganze Mist auch schiefgehen kann? Davor, mal abgesehen von einigen kleinen Episoden (z.B. Kelly Chambers), läuft alles glatt, ich hatte mich schon daran gewöhnt, dass ich der Superheld bin. Klar ist das ein alter dramaturgischer Trick, man muss schliesslich die Fallhöhe erhöhen, nur so wird einem die Hoffnungslosigkeit vor Augen geführt. Das bringt aber alles nichts, wenn man dieselbe Episode zu einem guten Ende bringen kann! In meiner Instanz bedeutet das, ich habe irgendwo in den letzten, gefühlt hunderten, Spielstunden der Vorgängertitel einen Fehler gemacht, ein Gespräch nicht geführt oder eine Frau nicht angemacht (so ist er einfach, der Shepard).

Meiner Meinung nach ist das auch einer der Hauptgründe, weshalb das Ende so zerissen wird. Plötzlich kann man wirklich schwerwiegende Entscheidungen treffen. Nur das diese schliesslich in dem fulminanten Finale (denken wir uns einfach das dumme Kind weg) absolut kein Gewicht haben. "Boom" macht es auf alle Fälle. Schlimmer noch ist die Textbox nach dem Abspann. Danach kehrt man kommentarlos ins CIC der Normandy zurück und kann die letzte Mission nochmal spielen. Es gibt kein Feedback, ich weiss nicht ob mein Shepard überlebt hat oder nicht. Ich kann DLCs runterladen oder ein zweites Mal durchspielen (was ich jetzt auch tue).

Na gut, ich verstehe auch nicht wieso alle im Team zum Abspann plötzlich wieder auf der Normandy sind, warum die Normandy das einzige Schiff ist, dass vor der Druckwelle flieht. Ich sehe das Ende als eine Art Erhöhung. Die Freunde sind im Paradies angekommen, sehr Religiös, tja, das macht fast soviel Sinn wie das Ende von Matrix!

Hier und da hätte man ein paar Dinge einfacher machen können. Das Upgrade Terminal in Liaras Raum ist sehr unübersichtlich. Dass man immer zwei Upgrades zur Wahl hat, ist mir erst sehr spät aufgefallen, die Vendoren im Spiel hätten alle etwas mehr Benutzerfreundlichkeit gebrauchen können und die Multiplayermissionen hätte man im Einzelspieler einbinden können, wenn Hacket sagt, dass Truppen zum gegebenen Ort abkommandiert werden. Alles nur Details... Das Spiel ist ein Meilenstein. Und auch wenn es heisst, dass man die ersten beiden Spiele nicht gespielt haben muss, dann ist das gelogen!
Fazit: Eine Spieletrilogie von tolkiensischem Ausmaße.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Nachruf: SWG.

SWG war mein erstes richtiges MMO. Kennengelernt habe ich es in einer schwierigen Phase, kurz nach dem Combat Upgrade. Trotzdem, das Spiel war meiner Ansicht nach fast perfekt, was fehlte waren sinnvolle Quests und Feinheiten und auch ein Endgame gab es irgendwie nicht.

Es gibt hier zwei Sonnen und keine Weiber...
Dann, nur wenige Monate nachdem ich angfangen hatte zu spielen, wurde das wohl interessanteste Level- und Skillsystem in MMOs über Nacht entfernt. Ersetzt wurde es durch ein absolut lächerliches Talentsystem, welches erst nach etwa 2 Jahren wieder den Stand einer Releaseversion hatte, dafür hatte man viel Aufwand in neue Quests gesteckt.

It's a trap!
Das Spiel war aber immer noch beliebt, und es zog viele Star Wars fans an. Doch andererseits merkte man schnell, dass SWG anderen Titeln hinterherhinkte. Zu den guten Charakteristika gehörten aber immer noch ein Housing system, ein Crafting- und Handelssystem und eine allgemein flüssige Spielmechanik, die dem Spiel eine Art von Einzigartigkeit bescherte.

Einrichtungskrams.
Welches andere Spiel bietet schon die Möglichkeit stundenlang in Spielershops nach neuen Klamotten, Waffen oder Einrichtungsgegenständen zu suchen? Oder Stundelang das eigene Haus einzurichten? Oder während der Bewegung seine Skills anzuwenden? Oder einfach nur über die Planeten zu streifen, um unbekannte Orte zu entdecken? Durch diese Vorzüge war SWG ein sehr dynamisches Spiel.

I'm sexy and i know it.
Natürlich war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber die guten Erinnerungen überwiegen die schlechten. SWG ging am 15.12.2011 in dem MMO Himmel, und wird es dort sicher gut haben. Denkt daran - solange ihr an SWG denkt ist es nicht gänzlich verschwunden.
Also, Peace, SWG.
Rancor sagt: Peace, Alter!

Mittwoch, 30. November 2011

Nachtrag: SWTOR

Was mir noch einfiel...
Das GUI finde ich bei SWTOR nicht so gut gelungen, ob es daran liegt, dass es noch die Beta ist, kP. Allerdings kann man keine der Fenster verschieben, einzig das Chatfenster kann man in der Größe verändern. Ich finds nicht so toll.

Ich hatte einmal das Problem, dass ich zwei Fenster offen hatte, beide grad wichtig, und im Inventar was löschen musste, ging aber nicht, da nix verscheibbar war. Da muss sich noch was tun. Ach ja, und scheinbar kann man nur eine Toolbar Leiste per Shortcut ansprechen, was auch ein bisschen ärgerlich ist (kann aber auch sein, dass ich zu blind bin und die Option dafür nicht gefunden hab).

Dienstag, 29. November 2011

*Beta* Star Wars: The Old Republic *Beta*

Also, endlich ist es da, Star Wars: The Old Republic (SWTOR) zwar erstmal nur in der Beta, aber ich war dabei. Knappe zwei Tage konnte ich das Spiel jetzt testen und ich muss sagen, es ist schon ne richtig coole Sau geworden. Leider darf ich laut Vereinbarung keine Screenshots zeigen und scheinbar auch nicht zu sehr ins Detail gehen, möchte aber trotzdem gerne ein paar Eindrücke präsentieren.

Der Zeitraum der Beta war etwas begrenzt, weshalb ich letztlich nicht sehr viel vom Spiel gesehen habe. Mein Trooper ist Level 12, hat seinen ersten "Companion Character" erhalten, den Anfang von der Klassen-story durchlebt, seine "Advanced Class" freigeschaltet und die erste Gruppeninstanz, genannt "Eselle Flashpoint", gespielt. 

Das leveln an sich geht relativ gut von der Hand, man muss zwar hier und da etwas weiter laufen, aber das ist für ein MMO ganz normal. Man wird im Startergebiet auch nicht mit Quests überschüttet, was das ganze etwas gemächlicher macht, auch ist das Startergebiet nicht übermäßig gross. So hat man mehr Zeit sich auf die Grafik und Geschichte zu Konzentrieren. Die zwar nicht immer "großes Kino" ist, aber immer die Spielwelt transportiert.

Wie bereits erwähnt (oder sogar bekannt) sind alle NPC Gespräche in SWTOR vertont. Dort gibt es von Zeit zu Zeit aber Bioware-typische Probleme. Z.B. ist der eigene Charackter in den Dialogen unsichtbar oder die Texturen des NPC laden zu langsam nach. Die Vertonung ist, wie bei Bioware gewohnt, auf akzeptablem bis sehr gutem Niveau. Nur ab und zu ist das "Voice Acting" etwas gewöhnungsbedürftig. Nettes Detail: scheinbar wurden viele Sprecher aus Mass Effect übernommen, was manchmal für einen schönen Wiedererkennungswert sorgt. Was mir auch noch aufgefallen ist, ist dass die Hintergrundgeräusche und -Musik manchmal sehr an die Mass Effect Reihe errinnern, daher nehme ich das als von Bioware so gewollt an.

Die Geschichte vom Trooper, also seine "Character Story", ist etwas vorhersehbar, wird aber durch ein paar Wendungen aufgelockert. Während diesen und allen anderen Quests kann man dazu auch noch "Dark- oder Lightside Points" verdienen, welche einem später ermöglichen, besondere Asurüstung zu tragen. Die Entscheidungen, die man dazu trifft, wirken sich aber nie auf ein größeres Umfeld als seinen eigenen Charakter und nahe NPCs aus, dadurch verlieren die Entscheidungen etwas an Gewicht. Aber immerhin handelt es sich ja um ein MMO, da wäre es unmöglich das ganze Spiel auf den individuellen Spieler abzustimmen.

Der Companion Character ist eine nette Idee und funktioniert recht gut. Durch den NPC bekommt jede Klasse Unterstützung im Kampf, genau wie bei Pet-Klassen in anderen MMOs. Man kann den NPC auch losschicken, Aufträge für einen zu erledigen oder unbrauchbares Loot zu verkaufen, so spart man sich ein paar Laufwege. Der NPC übernimmt in Instanzen auch die Plätze, die nicht von Spielern gefüllt werden und gibt in Dialogen gerne mal direktes Feedback zu den Entscheidungen.

Die Advanced Class birgt kaum Überraschungen. Man kann seine Grundklasse in zwei verschieden Richtungen ausbauen, wobei die eine immer relativ defensiv und die andere offensiv erscheint. Das System sieht solide aus, aber wurde so ähnlich schon in anderen MMOs gesichtet. Zur Charackterentwicklung selbst: Die Optionen bei Charactergenerierungen sind etwas mau, das hat man schon besser gesehen, ausserdem wirken die Charaktere etwas überzeichnet. Während meiner Spielzeit konnte ich meine Charakter auch nicht individuell gestalten, so lief mir ständig mein Ebenbild über den Weg. "Attack of the Clones" eben. Wann oder wie man seinen Charakter wirklich personalisieren kann, wird abzuwarten sein. Da ich einen Trooper gespielt habe, läuft es sowieso auf weisse Rüstung mit Helm und Blaster hinaus, ich würde garnichts anderes wollen. Items können an bestimmten Punkten im Spiel dann mit Modifikationen versehen werden, ähnlich einem Sockelsystem wie in Diablo, so kann man sich dann die Wunschstats auf seine Rüstung oder Waffe packen.

Die erste Instanz war der H A M M E R! Von der Struktur und der Erzählung her, habe ich noch nie etwas besseres in MMOs gesehen. Man bekommt ab Level 10 schon ein episches Abenteuer geboten, dass einen voll in die Welt eintauchen lässt.

Natürlich gibt es auch ein paar negative Punkte über das Spiel zu berichten. So ist, wie gesagt, die Charaktererschaffung nicht ganz so umfangreich und die Charaktere sehen eher wie Comichelden aus. Die Vertonung hat manchmal vom Niveau her drastische Abbrüche nach unten. Und ich fand das Item design für die Waffen vom Trooper etwas gewöhnungsbedürftig. Es wird einem auch kein revolutionärer neues MMO geboten. Trotzdem, das Spiel macht spass und sieht sonst fantastisch aus. Bin hin und her gerissen, was ich jetzt tue.

Bis dahin, geht auf die offizielle Seite: Star Wars The Old Republic
oder, wenn man sich die Klassen und Items im Detail anschauen möchte, auf: TORhead

Dienstag, 8. November 2011

Schlechte Spiel Idee

Als passionierter Spieler hat man irgendwann einmal sicherlich die Idee für ein neues Spiel, man spielt etwas und denkt sich, das kann ich besser. Manchmal sollte man diese Ideen aber einfach nur Ideen sein...
Hier dachte sich wohl jemand:
"Hey, kennt noch jemand Golden Axe?"
"Das war super!"
"Machen wir ein Neues, und nennen es 'Age of Barbarian', dann reiten wir auf der Conan Welle."
"Es müssen T***en zu sehen sein, sonst kauft es keiner!"
"Genau!"
"Und SloMo Killcam mit ordentlich Blut!"
"Richtig!"
Es gibt einfach zuviele, zu schlechte Spiele da draussen, und jetzt eins mehr. Die Entwickler scheinen ein Faible für alte Spiele zu haben: Crian Soft


Mittwoch, 3. August 2011

Google+

Bin jetzt bei Google+

Da mein Blog dort eingebunden ist, musste ich einfach mal wieder was schreiben.

F2P oder kostnix MMO

long time no write.....
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxis.


Vor gefühlt 2 millionen Jahren, habe ich einen Beitrag zu meiner suche nach einem netten MMO verfasst. Damals kam ich zu dem Schluß, dass mir Fantasy MMOs nicht liegen - oh wie habe ich mich geirrt! Ich habe in der Zeit seit dem letzten Beitrag zwei "major" MMOs gespielt und bin bei einem geblieben.

Runes of Magic.
Den Anfang machte Runes of Magic, ein Spiel welches visuell in die World of Warcraft Kerbe schlägt. Nette quests, schöne Gebiete, interessante Klassen, ein rundum gelungenes MMO also? Fast. Die Geschichte ist gut verpackt in die Quests, welche einen von Gebiet zu Gebiet geleiten. Das bedeutet, wir sprechen hier über ein sogenanntes Themepark MMO. Man wird also wie auf einer (Quest)schiene durch die Gebiete geschleust. Was nicht bedeutet, dass man nichts ausser den Quests zu sehen bekommt, denn dafür sorgen die Stimmigen Gebiete.
Die Gebiete sind sehr abwechslungsreich, allerdings hatte ich von Zeit zu Zeit das Gefühl, dass sie nicht mit der Story harmonieren. Die ist nämlich ziemlich dystopisch, die Gebiete hingegen knallbunt, was sicher der Anlehnung an den WoW Stil anzukreiden ist.
Die Charakterentwicklung ist ziemlich interessant. Man levelt nicht nur eine Klasse sondern zwei. Je nach kombination ergeben sich dann auch andere Skills. Z.B. spielte ich einen Jäger, long range DD, kombiniert mit einem Priester, Heiler. Kombiniert gab das einen long range DoT zu HoT verteilenden DD, der in beiden Disziplinen ganz OK war. Auf jeden Fall machte es Spass den Charakter zu spielen und das ist die Hauptsache. Die Community war sehr nett und eigentlich auch sehr hilfsbereit, leider nicht wenn es um essentielle Dinge ging. So kann man nur die besonderen Kombinationsskills der zwei Klassen freischalten, wenn man Inis grindet, was ich ja nur mäßig spannend finde. Schon für meinen zweiten Skill fanden sich wochenlang keine Mitstreiter und so bekam ich ihn dann auch nie.
Das Microtransactionsystem war dann auch nicht das gelbe vom Ei. Zwar kann man wirklich alles vom Spiel sehen ohne je einen Cent auszugeben, allerdings kosten schon Mounts Geld. Genauso wie gecraftete Waffen, man kann zwar auch so craften, die Dinge die dabei rauskommen sind aber nur minder Gut nutzbar. Irgendwann ging mir dann die Story auf den Keks und auch der Grafikstil ödete mich irgendwann an. Und so endete mein Ausflug in die Welt von RoM im mittleren Level.
Runes of Magic: clicky

Der Herr der Ringe Online.
Das nächste MMO probierte ich dann auch erst Monate später aus. Davor hatte ich in einem Anflug von Lesezwang den Hobbit, den Herr der Ringe, das Silmarilion und andere Mittelerdesachen gelesen. Ich war von der ganzen Thematik so angefixt, dass ich, als ich mitbekam, dass Herr der Ringe Online als F2P angekündigt wurde nicht mal mit der Wimper zuckte und es runterlud. Meine 14 Tage Testversion endete genau an dem Tag als es F2P wurde und seitdem habe ich nie zurückgeschaut. Die Gebiete, die Quests, die Geschichte, die Charaktere, einfach alles ist Mittelerde. Angelehnt an die Bücher und nicht den Film, bietet HDRO genug Stoff für den Spieler. Ich spiele eine Kundigen, was ein Debuffer, mit minimalen DD Fähigkeit ist. Angelehnt an solch große Figuren wie Radagast der Braune oder Gandalf der Graue gibt mir mein Charakter das Gefühl ein Teil von Mittelerde zu sein.
Das Questsystem ist nett gestaltet, es gibt viele verschiedene Inis, welche je nach Schwierigkeitsgrad oder größe der Gruppe skalieren, die Grafik ist stimmig und vermittelt eine tolle Atmosphäre. Die Charakterentwicklung ist sehr gradlinig, alle zwei Stufen schaltet man neue Skills frei, die dann beim nächsten Levelsnstieg eigenständig mächtiger werden. Bereits früh im Spiel sammelt man sogenannte Taten, die einem nach Abschluss Eigenschaften freigeben. Z.B. 500x Skill Stabschlag benutzen gibt dem Kundigen eine Eigenschaft seinen Stabschlag signifikant zu verbessern. Später im Verlauf gibt es auch Legendäre Skills. So bekommt man für das Sammeln von 8 Items, von Gandalf den Skill sowohl Stab als auch Schwert einzusetzen. Ab dem Augenblick hatte ich das Gefühl es eigenhändig mit einem Balrog aufnehmen zu können ("Du! kannst nicht! vorbei!). Ich liebe es.
Ab Level 50 bekommt man dann legendäre Gegenstände, was alles sein kann, Schwert, Stab, usw. Diese Items, sofern angelegt, sammeln dann auch Erfahrung und können gesteigert werden und mit eigenen Fertigkeiten personalisiert werden.
Negativ ist einzig der Shop, denn neuen Spielern stehen zu Anfang nur vier Gebiete von zwölf zur Verfügung, den Rest muss man kaufen. Man bekommt zwar für jede erledigte Tat zwischen 5 und 20 Shop Punkte, nur können die auf Dauer sehr zeitintensiv sein, und Gebiete kosten meist um 500-800 Punkte! Aufgrund der Gebiete kann man dann auch nur problemlos bis Level 30 spielen, danach wird es dann etwas zäh. Ich umging das damit, dass ich einen Monat das spiel abonierte, was einem 500 Shop Punkte bringt und einige andere kleinere Dinge freischaltet, für die man sonst sowieso Geld zahlen müsste (wie z.B. alle Inventarfelder), darüber hinaus hat man dann in dem gezahlten Monat zugriff auf fast alle Gebiete, ausser denen des Moria und Düsterwald Addons.
Ich bin froh das Spiel ausprobiert zu haben, und fühle mich dort so wohl, dass ich nicht wirklich willens bin z.B. Star Wars: The Old Republic zu kaufen. ich habe eine nette Gilde (Sippe) und noch mindestens ein Jahr, wenn nicht mehr, an Content. Demnächst kommt auch eine neues Addon, in dem man dann weiter südlich bis Isengard und Rohan vordringen kann - Ich freue mich, dann ist es auch bis Mordor und Gondor nicht mehr weit.
Herr der Ringe Online: clicky

Ich sehe euch in Mittelerde oder im RL.

Donnerstag, 24. September 2009

Hype in a Galaxy far, far away

Ich errinere mich daran vor richtig langer Zeit ein Aufsatz zu sozialen Räumen in MMOs gelesen zu haben. Der Text war von 2001 oder 2002, jedenfalls war der Autor damals voller Begeisterung zu einem Thema - dem Sandboxaspekt von Star Wars : Galaxies (SWG).
Das Spiel war zu dem Zeitpunkt immer noch in der Entwicklung, doch sprach laut Autor einiges dafür, dass ein spannendes Feature enstehen würde. Eine der Hauptgründe für diese Begeisterung war, dass der Hauptverantwortliche zu deisem Zeitpunkt Raph Koster, sowas wie der Guru der MMOs, war.
Nach nunmehr 8 Jahren uptime von SWG wird das Spiels mangels kommerziellem Erfolges (oder Eingreifen seitens LucasArts, man weiss es nicht) zum Dezember 2011 eingestellt. Die Begeisterung über den Sandboxaspekt verpuffte relativ schnell, obwohl es zwar eine Zielgruppe gab, diese aber wohl zu klein und speziell war, um das Spiel in dieser Form am Leben zu erhalten. Sony Online Entertainment stellte demnach schon nach nicht mal 2 Jahren von Sandbox- auf Themepark-MMO um, was sich letztlich als noch größeres Fiasko herausstellte. Nun ja, jetzt ziehen sie halt den Stecker - der Hype ist verpufft...
Ich sehe da derzeit einige Parallelen zu den Vorschusslorbeeren, welche Star Wars: The Old Republic (SWTOR) erntet. Alle flippen total aus, da SWTOR ein "Story Driven" MMO ist. Jeder Charakter erhält seine eigene Geschichte, was ich schonmal als sehr unwarscheinlich sehe, da Queststrukturen sich in MMOs gerne wiederholen und alle Spieler sogesehen die selben Quests spielen. Auch wird das Spiel vor veröffentlichung dahingehend gelobt, dass sämtliche NPCs vertont sind. Wie oft kommt es vor, dass man in MMOs den Questtext wegdrückt, weil es ja eigentlich egal ist was der Questgeber zu sagen hat: "Töte dies! Bring mir das!" Es könnte sich also als sehr nervig entpuppen, wenn man ständig die ersten Audioschnipsel eines NPC zu hören bekommt. Nach Ankündigung von BioWare (BW) sieht der Plan es nun auch vor das Spiel bis 2025 (!) am Laufen zu halten und bis dahin das Spiel bis auf 500 (!!!) Planeten zu erweitern. Übertreibungen machen anschaulich, ja, aber ich stehe dem ganzen ziemlich skeptisch gegenüber.
Warscheinlich hängt nun alles davon ab, ob die Spielmechanik von SWTOR dem Hype standhält, denn diese ist letzlich was ein Spiel spielbar macht - oder es zu ganz großem Murks verdammt.

Donnerstag, 4. September 2008

Game Story Vs. Player Story

Ein weiters wichtiges Merkmal von Spielen, auch ohne erzählende Instanz, ist der Unterschied zwischen der sogenannten Game Story und der Player Story.

Erstere bezieht sich auf die Rahmenhandlung eines Spieles, um das Beispiel Schach wieder zu bemühen, der Kampf zweier Königreiche gegeneinander.

Letzteres auf die Spielerhandlungen, im Schach die Züge und die Auswahl der Spielfiguren und die Benutzung in bestimmter Reihenfolge.

Klingt auf anhieb mäßig spannend, jedoch angwandt auf Spiele wie beispielsweise MMOs, ergeben sich interessante Ansichten.
Eine Quest in MMOs sind im Endeffekt erzählte Geschichten inerhalb der Game Story oder dem Hintergrund der Welt (Schande über euch, wenn ihr nie die Dialoge lest und diese schnell wegklickt!), diese sind in die Spielwelt eingebettet und geben dem Avatar die Möglichkeit mit der Spielwelt zu interagieren. Sämtliche durchgeführten Handlungen von Spielerseite aus sind dann teil der Player Story. Besonders findige Spieler auf Rollenspiel intensiven Servern nutzen diese abgeschlossenen Quests dann als Grundlage für die Charakter-Biografie.
Weit einfacher sehen andere Spieler diese abgeschlossenen Quests, nämlich als Indiz dafür wie gut oder schlecht der jeweilige Spieler im Umfeld ist. Wie man es auch nimmt, im Endeffekt ist hier immer die Relation zwischen Game Story und Player Story auschlaggebend.

Montag, 1. September 2008

Als erstes fängt man mit dem Anfang an!

Narrativik und Ludologie.

zwei eigentlich grundverschiedene Aspekte.

Narrativik zielt darauf ab die Geschichte, den Plot einer Erzählung zu erklären. Die Stilelemente zu analysieren und einen Sinn daraus zu lesen.

Ludologie analysiert Spielmechanik. Wieso funktioniert ein Spiel so wie es es tut? Was ist der Sinn des Spieles ( nein hier ist nicht "Gewinnen" gesucht)? Was verrät uns das Spiel womöglich über die die es entworfen haben, oder die die es spielen?

Schmeisst man beides in einen Topf und rührt kräftig, so bekommt man nach etwas harter arbeit (der Brei der entsteht ist wirklich zähflüssig), vielleicht, Computer Game Studies dabei herraus.

Es gibt nicht viele Leute, die bei einem so neuen Feld auch einer Meinung sind. So gehen die Ansprüche sehr weit ausseinander. Einige behaupten Computer Spiele und Erzählungen sind nicht miteinander vereinbar und setzen nur darauf die Spielmechanik zu analysieren. Andere sind der Meinung die Erzählung in Computer Spielen ist hervorstechende Merkmal, dass es zu analysieren gilt ( denn auch Schach erzählt im Grunde eine Geschichte) auch wenn diese einen sehr metahaften Charakter besitzen könnte. Der versuch ist nun, und da bin ich nicht alleine, diese beiden Felder zu vereinen.
Ich bin der Meinung Fotis Jannidis hat das in einem Aufsatz sehr schön zusammengefasst (achtung Englisch):
  1. How does the player of a computer game know what to do next?
  2. How are events in the game connected to an event-sequence that is relevant for the game?
  3. How do these patterns and gameplay relate to each other?
  4. How are these events embedded into the game?
  5. How do these event-sequences relate to "narrativity"?
Ich schreibe dazu selber immernoch an einem Aufsatz, als Analysegrundlage dient mir Dawn of War. Ich bin der Meinung, dass alle 5 Fragen Teil einer übergeordneten Frage sind, die aber nicht ohne die Hilfe der 5 Fragen beantwortet werden kann (achtung, wieder Englisch):

Can the advancement within a given computer game story be compared to turning the pages of a book? Does the player of a computer game follow a narration or the game mechanic?

Bis jetzt bin ich zu dem Schluß gekommen Dawn of War ist kein Spiel, dass sich durch eine ausgklügelte Geschichte hervorhebt. Als Spieler hangelt man sich eher an den sogenanten ludischen Events entlang und eigentlich ist die Erzählung nicht weiter relevant. Oder um es anders zu sagen, die geschichte verlangt nicht unbedingt nach dem Spiel. Was nicht überrascht, da Warhammer 40.000 ohnehin nicht die Ausgeburt der originalität darstellt - Was Erzählungen angeht.

Soviel für heute, bin froh, dass ich mal wieder was schreiben konnte.

Samstag, 12. April 2008

Eine neue Richtung!

Um der Sinnlosigkeit elektronischer Berichterstattung von elektronischen Medien entgegenzuwirken (mein erklärtes Ziel bestand ja darin) habe ich mir die letzten Monate Gedanken darüber gemacht, welche weiteren Themen ich behandeln könnte.

Die Subjektivität, die aufkommt, wenn man über Medien im allgemeinen urteilt, schien mir auf dauer etwas dröge.
Man kann sich immer darüber unterhalten, welche Musikrichtung (Band), welches literarische Genre (Autor) oder welcher Film (Schauspieler) vom eigenen Befinden her gut, schlecht oder gar großartig sind - das alles sind reine Grundsatzdebatten, die auf dauer langweilen.
Die wirklich interresanten Gespräche sind die, in denen von unterschiedlichen (möglichst objektiven - wer´s glaubt!) Perspektiven ein Thema diskutiert wird. Ich selber will unter keinen Umständen bahaupten, dass ich absolut objektiv bin, aber eine analytische Herangehensweise ist meiner Meinung nach schon mal die halbe Miete.
Wohin führt das also jetzt?

Ich bin es mittlerweile Leid über solche Dinge wie das seit über 2 Jahren verkorkste System von SWG zu sprechen. Im Endeffekt ändert das auch nichts daran. Lieber widme ich mich den Dingen die mir freude bereiten.
Das Thema wird weiterhin Computerspiele bleiben, nur von einer anderen Perspektive: der Ludologie und Narratologie. Ersteres ist die wissenschafftliche Auseinandersetzung mit Spielmechanik (sei es nun Schach, Tetris, oder was auch immer), letzteres ist Erzähltheorie welche sich hauptsächlich auf Medien wie Romane und Filme anwenden lässt, jedoch seit einiger Zeit auch die erzählende Handlung innerhalb Computerspiele mit einbezieht.

Immerhin werde ich auch weiterhin versuchen hier und da ein paar nette Spiele auszugraben, aber erstmal überlege ich mir jetzt welches ein passender Anfang für die neuen Themen sein könnte.

Freitag, 22. Februar 2008

Nur mal so zur Belustigung....

Also folgendes: Bin wieder bei XP - schuld ist der Drucker, welcher unter Linux leider noch keine Treiber hat :/

XP installiert, alle Treiber, Programme, yadda-yadda-yadda.....

Erstes Spiel: Star Wars Galaxies (hab n resub, tjaja, komm nicht von los),
alles problemlos,
geh ins Spiel,
stelle mein Keymap ein,
konfiguriere mein UI,
fange an zu spielen,
loote etwas,
will wissen was es ist,
öffne mein Inventar,
...
nix passiert, system eingefroren, Schwarzer Bildschirm, reboot ohne mein zutun. *grml*

also geh ich wieder rein, öffne mein Inventar, sehe Grafikfehler als ob meine Graka überhitzen würde, drücke wie ein irrer escape (natürlich ist das System wieder eingefroren) nach ca 30 Sekunden die Rettung: Inventar geschlossen, kann normal weiterspielen. Ich öffne zur Kontrolle alle Fenster im Spiel, nix, alles normal. Fange an rumzulaufen und dann das:
nun, kann ja sein, dass es von alleine weggeht. Aber nein! Etwa eine Minute Später das:
und etwas später:
Traurigerweise bin ich nicht der Einzige mit diesem Problem! !!

Ich hätte bei Linux bleiben sollen 1 11

Natürlich hab ich seitdem schon alles einmal plattgemacht, Treiber update, DirectX neu, Ram-test, 3DMark zur Kontrolle, StarWars neu installiert, im offiziellen TechSupport Forum gepostet, im Bios rumgestellt - alles nix gebracht. Also kann ich meine Sub auch gleich wieder canceln. F@@K!!!!

Mittwoch, 23. Januar 2008

Lange nix geschrieben

also muss es mal wieder sein... eigentlich ist so einiges passiert: hatte mal wieder Operation:Flashpoint durchgespielt und kurz darauf bin ich komplett auf Linux als OS umgestiegen, aber fangen wir von vorne an.

Der Umstieg auf Linux war eigentlich schon länger geplant, aber ich hatte die Installation ständig vor mir hergeschoben. Schließlich lud ich mir zwei Freunde von der Uni ein, von denen einer schon länger Linux nutzt, und wir veranstalteten sowas wie ne "Tupperparty" bloß mit Linux.
Die Installation dauerte länger als erwartet. Wir luden Mandriva 2008.0 aus dem Netz (3 CD's) was schon ca. 2 Stunden dauerte. Ab ca 22 Uhr Installierten wir dann - um 5 war das System dann komplett aufgesetzt - puh!

Probleme traten leider auch auf: der Download war leider defekt (ich führte keinen hash-check durch), wodurch die Hälfte der Reiter in der Systemsteuerung nach der Installation nicht erschienen. Das manuelle Update über Update-Quellen im Netz dauerte wieder fast 2 Stunden. Danach folgte dann die Installation von Cedega, dem Windows Emulator für DirectX.

Am nächsten Tag installierte ich das Erste Spiel: Battelfield 1942 + Desert Combat Mod - läuft
Danach versuchte ich Call of Duty 2, was leider nicht funktionierte, Steam lief ohne Probleme, Installation von CS 1.6 und Day of Defeat lief auch problemlos.

Mittlerweile laufen unter Cedega noch: Warcraft 3: The Frozen Throne, Anno 1602 Königsedition, Star Wars:Galaxies, Quake 3 - größtenteils ohne Probleme.

Nativ laufen auch noch: Enemy Territory: RtCW und Warsow - auch ohne Probleme.

Begeistert bei Linux bin ich vor allem durch die Sicherheitseinstellungen und die (subjektiv) bessere Performance unter Anwendungen und Spielen, da Linux nicht so Resourcen-hungrig ist wie bspw. Windows Xp.
Hier der Haken: bei BF1942, aber auch bei dem Nativen ET:RtCW, kriegt Punkbuster keine Verbindung zum Update Server - also fallen PB Server flach, was schon um einiges einschränkt.
Eine weitere große Einschränkung ist die zu erwartenden Kompatibilitätsprobleme. Unter Cedega laufen eigentlich nur Titel die vom Hersteller Transgaming direkt Unterstütz werden und auch das freie WINE hilft da nicht unbedingt weiter. Um alles unter Linux spielen zu können braucht man im Endeffekt auch noch eine Windowspartition, um dort Spiele zu installieren und diese in Linux zu implementieren - ziemlich sinnlos.
Deshalb denke ich derzeit wieder über einen Umstieg um - versteht mich nicht falsch, ich werde immer Linux verteidigen. Nachdem ich ca. 3 Wochen gebraucht habe um mich einzuarbeiten bin ich davon überzeugt, dass Linux besser ist als jemals ein Microsoft OS sein kann.
*seufz* Also wieder alles von vorne......

Mittwoch, 19. September 2007

T Minus 2 (Monate) -oder- die Halme sind leer!

Heute im November ist die Zeit von 3 Monaten um, welche ich mir selber als Pause von MMORPGs gegeben hab - und alles sieht danach aus, dass ich weder mein SW:G account reaktiviere noch ein anderes MMO anfangen werde.

Also was ist passiert?


Ich begab mich auf die Suche nach einem MMO nach meinen Vorstellungen. Schwierig, könntet ihr anmerken, fürwahr. Aber ich gab nicht auf, klammerte mich an jeden Halm den ich fand und so ist eine beachtliche Liste entstanden.
Den Anfang machen "free2play" Titel:

Regnum Online:
Ein kleines argentinisches(!) MMO, dass im Endgame auf PVP getrimmt ist. Drei Parteien führen miteinander Krieg und es geht darum im feindlichen Gebiet bis zu drei Festungen einzunehemen.
Die Grafik ist hübsch und für das Fantasy-Setting sehr passend, nur ein wenig verwaschen wirkt es manchmal. Es gibt drei Anfangsklassen, den Mage, den Archer und Warrior, wovon jeder noch zwei sub Klassen hat, eine davon ist immer offensiv, die andere defensiv.
Gut ist auch das Quest System, je nach Level des Charakters vergibt ein NPC Quests oder nicht, was bedeutet, man erledigt Aufgaben in einer bestimmten Reihenfolge - und kann so einer (eigentlich sehr schönen) Geschichte folgen und man hat das Gefühl die Welt ändert sich. Nicht so schön ist der fehlende Quest Content. Für jede der drei Parteien gibt es ein stimmungsvolles Startgebiet, welches von Quests nur so überläuft. Dann gibt es im PvE Gebiet nochmal ein paar Städte wovon aber (bei der von mir gewählten Partei) nur die erste voller Quests war, die restlichen zwei sind Seitens der Programierer noch nicht fertig. Schade schon wieder ein Spiel im Beta-Stadium. Somit kam ich auf das stolze Level von 17, den Rest (also bis 50) müsste ich jetzt durch PvE-Grinding fertigbringen - ohne mich!
Darüber hinaus hab ich vom Hardware Seite Probleme: ständige Abstürze, Grafikfehler und völlige Verweigerung nur zu Laden, was sich aber von Patch zu Patch ändert - dann gehts mal einwandfrei, dann wieder garnicht.
Mein Fazit: Schönes Fantasy MMO mit einer internationalen Community, besonders aber aus Südamerika (Lokalpatriotismus!), einfacher aber guten Skillung der Charaktere im Diablo-Stil und netten Quest-Arcs (wenn sie denn fertig sind). Dazu kommt, dass es demnächst einen reinen deutschen Server geben wird, inklusive Localisation, der Beta-Test läuft bereits, ich werde aber, wenn überhaupt, auf dem internationalen bleiben.
Hier der Link zur offiziellen Seite: clicky
und zur deutschen Community: clicky

Planeshift:
dieses MMO ist auf den Hardcore RPG-Fan ausgelegt, was sich schon bei der Charakterwahl und Generierung ausdrückt: Solch eine Vielzahl von Möglichkeiten.
Es fängt an beim Aussehen, bei dem man für (gefühlt) 20 verschiedenen Rassen noch die Möglichkeit von Anpassungen hat (Haare, Haut, Grösse). Dann wählt man eine der vorgefertigten Klassen (ähnlich der Archetypen bei Shadowrun) oder man bastelt sich selber seinen Hintergrund, inklusive Geburt, Kindheit, den Berufen der Eltern, besonderen Ereignissen usw usf. Schon hier könnte es die meisten erschlagen - allerdings, wenn man alles dies hinter sich hat kann man das erste mal zum Server connecten.
Die Grafik ist Gut aber nicht atemberaubend. Das ergonomische feeling, also Steuerung, Reaktion, Zugänglichkeit, ist - sagen wir - schwierig.
Ich spielte ca. 2-3 Stunden und kam immer noch nicht mit der Kameraführung zurecht. Dazu kam, das sämmtliche Spieler die ich traf, nicht auf meine Fragen antworteten - ziemlich doof.
Das Setting ist ein Typisches Fantasy - welches allerdings unter Tage in einem grossen Höhlenkomplex stattfindet, welches (magisch) ausgeleuchtet wird.
Leider befindet sich auch dieses Spiel weiterhin im Beta-Staus, z.B. gibt es noch nicht für alle Rassen Modelle, so dass viele Charaktere gleich aussehen.
Das Questsystem konnte ich nicht testen, da ich Schwierigkeiten mit dem Spiel an sich hatte, wenn es überhaupt Quests gibt.
Mein Fazit: Für den Hardcore PnP-RPG Fan bestimmt interessant, für den Gelegenheitsspieler eher nicht.
Hier der Link zur offiziellen Seite: clicky

Nachdem ich diese beiden Titel (und noch einige andere - kuriose- Titel: "A Tale in the Desert 3"^^) angespielt hatte, widmete ich mich den Spielen für die man Cash auf den Tisch haun muss, den Anfang macht hier:

Tabula Rasa:
Die Website, die Videos, die Screenshots, die Werbung... alle vermittelten ein Gefühl dafür was Tabula Rasa sein sollte - ein völlig anderes MMO. Richard Garriot, Lord British ist der Schöpfer dieser Online Welt... soll man dazu noch etwas sagen? Er erfand die Ultima Reihe, er brachte eines der ersten MMOs auf den Markt, er ist eine Legende in der Spieleindustrie, wie Warren Spector, Peter Molyneux, John Carmack.
Leider hält das Spiel wohl nicht das was es verspricht. Man sollte das Universum verändern können indem man Planeten von den fiesen Ausserirdischen befreit, die die Erde auf dem gewissen haben. Ein RPG mit FPS einflüssen sollte es werden ( da hätten meine Alarmglocken schon läuten müssen - NGE anyone?). Klone sollte man von sich selbst züchten können und diese anders Skillen (aber wäre ein Respec-System nicht einfacher gewesen?). Ich persönlich freute mich auf ein schickes Sci-Fi MMO mit (klischee hafter) netter Geschichte und ordentlich Action, ausserdem ein Skill-System welches aus Bausteinen (den sog. Logos) besteht und man diese zu Fähigkeiten "zusammenbastelt".
Leider sieht die Realität ganz anders aus. Ersten berichten zufolge, von Spielern aus der Beta, ist Tabula Rasa ein langweiliges, eintöniges, halbgares Spiel (schon wieder eins! OH NOES1 11), welches auch noch alle jemals von Richard Garriot entwickelten Features verwurstet und somit nichts anderes ist als ein Lord British Sandkasten. Das Logos-System scheint umständlich und ist scheinbar nur eine schlechte Entschuldigung einer "time-sink", da man alle Logos-Bausteine mühsam zusammensuchen muss.
Mein Fazit: Da ich es leider nicht selber angespielt hab, werde ich es mir anschauen wenn es eine free trial gibt, leider sieht es ganz so aus als ob der Fokus aufs PvE nach hinten losgeht.
Wer trotzdem Interesse hat hier der Link: clicky

Herr der Ringe - Online:
Immer noch hätte ich die Möglichkeit einen Buddy Key für 7 Tage Kostenfrei spielen zu bekommen. Leider denke ich nicht, dass das reichen wird, 14 Tage wären besser gewesen.
Das Spiel macht auf mich einen netten Eindruck, Grafik, Quests, Meinungen der Spieler, alles scheint zu stimmen, nur irgendwie flasht mich das Fantasy-Szenario mal garnicht. OK- es ist Herr der Ringe, aber mein Herz hängt leider an einer ganz anderen Welt ;)
Ich werde es einfach mal (wenn ich viel Zeit hab) testen, da einige meiner besten SWG-Freunde im Spiel sind.
Mein Fazit: hätte ich mehr Zeit mich mit der 7 Tage Buddy-Code Zeit auseinander zu setzen wäre HdR-O bestimmt eine Alternative, auch wegen der Freunde die schon spielen.
Womit wir beim letzten Punkt sind...

World of Warcraft:
Verrückt! Das Spiel, was mich aus Protest mit SW:G anfingen lies- Dieses Spiel nun tauchte ganz unvermittelt auf und zog mich (für etwas mehr als einen Tag) in seinen Bann. Ich vernahm, ein neues Addon sei auf dem Weg. Also schaute ich es mir auf der offiziellen Seite einmal an. Der Trailer haute mich schlicht von den Socken (tja 0_o) und ich spielte wirklich mit dem Gedanken das Spiel zu abonieren.
Zum Glück für mich, meine Zeit und mein Geld ist auch daraus nichts geworden, MMORPG.COM sei dank (Danke auch an euch Rainer und Frederik für die Erzählungen über WoW). Ich möchte ein Spiel spielen um Spass zu haben und das was ich bis jetzt gehört habe, sagt mir in vielerlei Hinsicht nicht zu: Raids! Warum brauch ich nochmal eine Semiprofessionelle Spielegemeinschft um Teile vom Spiel zu sehen? das will nicht ganz in meinen Kopf! Natürlich wird es immer Menschen geben die mehr Zeit in ein Spiel investieren als andere und die müssen an der Stange (oder zahlend) gehalten werden. Aber wenn ich für ein Spiel monatliche Gebühren zahle, möchte ich soviel wie jeder andere zahlende Kunde auch davon haben - oder der "professionelle" Spieler sollte mehr löhnen (oder ich garnichts), wieso soll ich z.B. für 20% eines Spiels zahlen, das ich sowieso nie zu gesicht bekomme? für mich unverständlich, und für meinen Kontoauszug entspannend^^.
Mein Fazit: Mal wieder die leidige Zeit (die ich nicht hab), vielleicht ist es auch gut so, WoW ist meiner Meinung eh mehr Schein als Sein.

Ich bin jetzt am Ende meiner Odyssee angelangt und habe nichts erreicht, schade.

Bleibt nur noch zu berichten, dass BadMisterFrosty wieder einmal einen schönen Beitrag zu SW:G geleistet hat und ich hoffe, dass ich irgendwann einmal in genau das Spiel einloggen werde, welches dort von ihm umrissen wird.
Report#5: The Empire Strikes Back

Das wäre mein letzter Halm.

Samstag, 8. September 2007

Mein eigenes Miniatur-Wunderland

Seit einiger Zeit möchte ich wieder Aufbauspiele spielen. Nachdem mein Versuch mit Anno 1602 ja in die Hose ging hab ich mich weiter umgeschaut und bin bei einem Klassiker gelanden: Transport Tycoon.
Leider lässt das Spiel qualitativ etwas zu wünschen übrig, da es ja nicht mehr das neueste ist und dazu gesellten sich auch noch Abstürze bis hin zum kompletten Versagen des Spiels.
Also suchte ich Rat im Netz und wurde auch prompt fündig. Das Projekt nennt sich OpenTTD und ist in Patchform für das Original Transport Tycoon Deluxe. Die Features sind unter anderem verbesserte KI, besserer Landschaftsgenerator und höhere Auflösung.
Mittlerweile hab ich schon das zweite Zufallsspiel angefangen und bin wieder völlig im Bann. Ich kann mich nicht der Faszination verwehren meine Züge bummeln zu sehen, neue Transportwege zu erschliessen und durch Warenlieferungen den Städten beim Wachsen zu helfen. Manchmal lade ich meine Spielstände bloss um die Städte zu betrachten, welche durch meine Hilfe von dörfern zu Metropolen geworden sind.
Wer jetzt auch Laune verspührt mal wieder den Klassiker im neuen Gewand zu Testen der sei an folgende Adressen verwiesen

Transport Tycoon Deluxe download


OpenTTD Patch Seite

Ich wünsche euch viel Spass

Mittwoch, 5. September 2007

Es kommt Bewegung in die Sache

Nachdem ich (und noch viele andere) mit dem neuen Reward für den imperialen Theme-Park nicht einverstanden waren und sich im offiziellen SWG Forum eine wahre Beschwerdeflut ergoss, haben die Entwickler das bisherige Konzept verworfen. Allem Anschein nach wird es stattdessen nicht eine Stormtrooper armor sondern eine Scouttrooper im camo Design, dies wurde auch von der Mehrheit befürwortet.
Schön das doch noch auf eine Community gehört wird.

Ausserdem ist Report #4 von BadMisterFrosty im offiziellen Forum gepostet worden (ihr errinnert euch vielleicht daran, Report 1-3 habe ich Ende August gepostet). Diesmal wird das Manko des NPC Designs und der Verwendung der NPC-Städte beschrieben. Auf diesem Wege möchte ich auch noch meine Hochachtung für BadMisterFrosty zum Ausdruck bringen (auch weil ich vor kurzem in Erfahrung bringen konnte, dass wir beide Mitglieder in der deutschen SWG-Community bei Gamona sind): Mach weiter so, deine Beiträge zeigen den Entwicklern die richtige Richtung.

Report#4: Improvise A Galaxy

Montag, 3. September 2007

Von grüneren Wiesen - Reloaded!

Nur um einmal meinen letzten Beitrag ein wenig zu Untermauern: Der "neue" imperiale Theme Park ist jetzt bei SWG auf dem Test Server. Neue Quests, neue Story und "neue" Rewards (sogar als "surprising" angekündigt).
Und so sieht sie aus, die Belohnung:
Diese Rüstung besitzt mein Char bis jetzt schon drei Mal, eine davon ist gecraftet und weiß, 2 sind Rewards (eine weiß eine schwarz). Jetzt würde eine vierte dazu kommen - wozu?
Nicht nur das sie echt 1a scheisse aussieht, das ist einfach kein neuer Reward, sondern, wie bereits gesagt, einfach ein altes Item, umbenannt, und als neu verkauft (und vorher in einen Topf Abfälle getaucht).
SOE arbeitet irgendwie mit allen Mitteln daran, dass mir das Spiel nicht mehr zusagt, was die wohl gegen mich haben? eigentlich wollt ich ja nur ne Pause von SWG machen.

Sonntag, 2. September 2007

Von grüneren Wiesen

WoW bekommt ein neues Add-On. Schauplatz ist Northrend. Neue Quests, neue Gegenstände, neue Grafik-Engine (!!!) und eine neue Heldenklasse, den "Death Knight", welcher durch Quests unlocked werden muss. Es sollen in Zukunft weitere solche Heldenklassen folgen.
Durch die neue Engine wird es auch möglich sein mit Belagerungsgerät Gebäude in Schutt und Asche zu legen, was besonders im PvP sinn machen wird.
Was es auch immer sein mag, Blizzard scheint, rein subjektiv, alles richtig zu machen. Selbst das Feature der Heldenklasse ist mir nicht ganz unbekannt, so konnte man doch in SWG durch Quests seinen Charakter zum Jedi machen, nur gehe ich davon aus, dass es in WoW funktionieren wird (in SWG wurde dieses Konzept aufgrund vom Balancing fallen gelassen und aus dem Jedi wurde eine einfache Starter-Klasse).
Auch eine neue Grafik-Engine sollte vor einem Jahr in SWG implemetiert werden, aber nach den ersten 2 Patches dazu, kam es zu keiner weiteren Verbesserung mehr. Neue Gegenstände sind einfach recyclete Items, welche einen neuen Namen bekommen. So kommt es manchmal vor, dass man 3 Items im Inventar hat die alle gleich aussehen, aber unterschiedliche Wirkungen haben, oder was noch nerviger ist: ein Buff-Item sieht genauso aus wie Junk-Loot und man könnte ja das falsche "destroyen".
SWG ist mittlerweile in ein Loch von "nichtaktuallität" gestürzt und windet sich nur noch tiefer in den Dreck, das Spiel dümpelt so vor sich hin, aber was soll man auch grossartig anstellen können wenn man höchstens noch 10 Mitarbeiter hat?